Immer wieder wird in Sagen über grosse Siedlungen berichtet, ob die Überlieferungen auf keltische Besiedelung zurückgehen wissen wir nicht. Doch können die Überlieferungen ein weiterer Hinwies sein, dass das geschützte Tal eine für Viehzucht und urbane Siedlungen günstige Landschaft war, früh besiedelt wurde und als Durchgang von Norden nach Süden und von Osten nach Westen diente, was Verschiedene archäologische Funde heute bestätigen.

Im bernischen Simmental, in jener Gegend, wo jetzt Weissenburg, Oberwil und andere kleine Ortschaften liegen, soll in ganz alten Zeiten eine grosse und reiche Stadt gestanden haben. Dorthin kam eines späten Abends ein zerlumptes Männlein und flehte von Haus zu Haus um eine milde Gabe. Überall traf es aber auf Gleichgültigkeit oder kalten Hohn, nur in einer schlechten Hütte, etwas ausserhalb der mächtigen Stadt, war ein armer Greis mit seiner Tochter ohne viel Federlesens bereit, mit dem seltsamen Bettler sein karges Mahl zu teilen. Doch, das Männlein packte sofort eine Hacke und begann mit viel Eifer und Fleiss einen Graben um das Hüttlein seiner Wohltäter aufzuwerfen. Mit duldsamem Lächeln betrachteten Greis und Tochter das närrische Treiben des verhudelten Zwergleins. Aber kaum war dieses mit seiner Arbeit fertig, da ertönte von den Bergen her ein Tosen und Donnern. Erde und Felsen stürzten wie ein schwarzes Meer über die geizige Stadt; sie begruben all ihren Reichtum und all ihre hartherzigen Bürger.
Nur das gastliche Hüttlein der beiden freundlichen Menschen wurde dank seinem schützenden Graben von dem allgemeinen Verderben und Strafgericht verschont.

Ein Mann von Oberwil wollte nach Saanen, wo selbst ein berühmter Doktor war, um diesen in einer gewissen Angelegenheit zu konsultieren. Hans Stucki, so hiess der Mann, kehrte in Zweisimmen im „Bären" ein und versäumte sich daselbst so lange, dass er erst spät nachts die Reise fortsetzen konnte. Es mochte gegen Mitternacht gewesen sein, als Stucki in der raben schwarzen Herbstnacht dem Steiniwald zustampfte. Da, auf einmal vernahm er ein abscheuliches Tosen und Geschrei in den Lüften. Als der Lärm noch entfernt war, glaubte er eine Schar johlende und brüllende Betrunkene zu hören und nahm sich vor, denen nicht zu begegnen, sondern sich im Gesträuch zu verstecken. Je näher aber das Wüten und Tosen kam, desto mehr überzeugte er sich, dass der schreckliche Lärm in den Lüften und nicht auf der Strasse zu suchen war. Es schien ihm, sehen konnte er ja nichts, als würden sich die Tannenwipfel vor dem Windzuge und in den Stimmen in der Luft biegen, die er des sausenden, brausenden Windes wegen nur ungenau unterscheiden konnte, er glaubte das Geröchel von jungen und alten Schweinen und das Krächzen wilder, kreisender Vögel zu hören. Wie der Zug vorüber war, wurde er sich erst seiner Angst bewusst. Er floh zurück nach Zweisimmen und vernahm dort, dass er dem Dürstegjeegg oder der Rochelsau begegnet sei, die jeden Herbst vor Einbruch des Winters da vorbeifahre.

Im steilen, finstern Steiniwald hinter Mosenried , bei Zweisimmen begegneten sich einmal in stockfinsterer Nacht zwei Ungeheuer (Unkühr), von denen keines dem andern ausweichen wollte. Es kam zu einer Schlägerei. Als das Stärkere das Schwächere durchgeprügelt hatte, rief es:
„Du Wust, wenn du nit usstelle tust, so musst!"
und stellte es zur Seite und fragte dann noch:
„Wie heissest du?"
„Sälbertha", tönte es zurück.
„Ja, ja, sälbertha, sälber ha, hätt mer`s öper anders ta, so müsste sie das Läbe la!" erwiderte das stärkere und beide gingen auseinander, niemand wusste wohin.

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