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Liebe Mannenbergerinnen und Mannenberger

Die Lüt von der uns befreundeten Jagdburg laden uns herzlich zu ihren Festivitäten ein. Erscheinet zahlreich und in mittelalterlicher Gewandung!

 

 

 

 

 

Liebe Grüsse

Lukas Stucki

 

 

STIFTUNG BURG   MANNENBERG

Stiftungsrat

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht zu den Aktivitäten der Stiftung

Burg Mannenberg

im Jahre 2015

P.A. Gemeindeverwaltung  3770 Zweisimmen


zusammengefasste Aktivitäten 2015

 

Im Jahre 2015 beschränkten sich die Aktivitäten des Stiftungsrates Burg Mannenberg auf die Durchführung der statutarisch vorgeschriebenen Handlungen und die Unterstützung des Vereins Burg Mannenberg bei verschiedenen Aktivitäten.

Die Besetzung des Stiftungsrates bleibt unverändert. Der Stiftungsrat setzt sich wie folgt zusammen Präsident: Johannes Matti, Vizepräsident und Vertreter Verein Burg Mannenberg: Lukas Stucki, Sekretärinund Vertreterin Tourismus Zweisimmen: Regula Näf-Rudin, Finanzen: Maria Bühler, Vertreter Archäologischer Dienst des Kantons Bern: Martin Portmann,Vertreter Bäuert Mannried: Sylvain Regamey, Ressort Bauliches und Unterhalt: Matthias Trachsel.

 

Besetzung Stiftungsrat Burg Mannenberg 2016


Ordentliche Sitzungen:

16.03.2015 Vorstandssitzung

27.04.2015 Hauptversammlung

Anlässe:

Gemeinsam mit dem Verein Burg Mannenberg wurden folgende Anlässe organisiert und durchgeführt:

03.10.2015

Ausflug nach Jaun mit Führung von Werner Schuwey durch die Burg „Ballavuarda“, die Kirche und das Cantorama


Eine gemischte Gruppe aus Stiftungsräten und Vereinsmitgliedern wurde unter kundiger Führung von Werner Schuwey in die Sehenswürdigkeiten der Ortschaft Jaun eingeführt. Der hochinteressante Anlass wurde mit einem gemeinsamen Zvieri abgerundet.



13. & 14.10 2015

Arbeitseinsatz Schuljahr WBS Zweisimmen

An diesen zwei Tagen wurden mit Unterstützung des Stiftungsrates von den Schülern der WBS Zweisimmen diverse Arbeiten rund um die Burg Mannenberg ausgeführt. Es wurde Holz für die Feuerstelle zubereitet, der Wanderweg von der oberen Burg auf den Hals instand gestellt, im Burghofareal Sträucher geschnitten und die Gletschermühlen gereinigt.

25.10.2015

Besuch des Verein „Pro Ruine Jagdburg“


Der Verein Pro Ruine Jagdburg wurde durch Mitglieder des Stiftungsrates und des Vereins auf Burg Mannenberg fürstlich in mittelalterlicher Gewandung empfangen. Armand Baeriswyl vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern führte die Gäste fachkundig durch die restaurierte Burg. Beim anschliessenden gemütlichen Beisammensein im Restaurant Forellensee wurden gegenseitig Erfahrungen rund um die Sanierung der Burg ausgetauscht.

19.12.2015

Weihnachtsmarkt Zweisimmen

Der Verein und die Stiftung waren wiederum mit einem Stand am Weihnachtsmarkt vertreten. Es wurde Milch mit Honig ausgeschenkt und diverse Bisquits verkauft. Der geschmückte Stand und das mittelalterlich gekleidete Standpersonal machten beste Werbung für die Burg Mannenberg.

Der Burgenweg und die Burg Mannenberg sind nach wie vor beliebte Ausflugziele und eine touristische Attraktivität. Dies zeigt sich auch daran, dass nur noch wenige, der im Jahr 2015 neu gestalteten Flyer auf dem Verkehrsbüro vorrätig sind und im Jahr 2016 eine Neuauflage geplant werden muss.

Die Senioren Turner unter der Leitung von Hans Burkhalter sind nach wie vor mit den Pflege- und Unterhaltsarbeiten engagiert. Sie haben in diesem Jahr bei der oberen Burg ein Materialmagazin errichtet, welches ihre Arbeit in Zukunft wesentlich erleichtern wird. Ihnen allen gebührt vom Stiftungsrat ein grosses Dankeschön.

Einen herzlichen Dank an die Stiftungsratsmitglieder, den Archäologischen Dienst und den Vorstand des Vereins Burg Mannenberg für ihre Unterstützung und Arbeit.

Der Stiftungsratspräsident, Johannes Matti

Die Sekretärin, Regula Näf

Zweisimmen, 30. Januar 2016

 Das Mittelalterfesr

REDE von ANNEMARIE DUBLER Historikerin Bern als PDF

Zum Festgelände Nicht immer ganz Stilsicher Ein Highlight: Der Falkner
Heiss umkämpft: Die Mannenbergwurst Grossandrang auf dem Weg zur Burg Mannenberg Begnadigung des Hasendiebs durch den Vogt
Bereit für unser leibliches Wohl Ein Höhepunkt: Das Spiel mit dem Feuer Zeitreisende
Der Medicus Begegnung In Lumpen: Die Siechin mit Bettelstab und Rätsche
Hoher Besuch: Der Statthalter Bernhard Pulver Verdiente Rast Gaukler beim Spiel
Wer kennt diesen Vogel Mobile Schenke Das war niemandem Wurst
Ein edler Herr: Der Meister der Bauhütte Feierlicher Akt: Die Übergabe der Markturkunde an den Herr von Diessenhofen Anno Domini: Verlesung der Urkunde
Akrobat schööön Müde Helden Eine heisse Show
Festfreudiges Volk und hohe Herren Die Ritter des Grafen von Greyerz ziehen ab Mit scharfem Blick
Aus fernen Landen Lagerleben: Die Küche Ritterlager: Mannschaftszelt
Der Gehilfe des Nagelschmieds Ein grosser Festplatz Der Fleischer
So ruht der Landsknecht Eine heisse Truppe: Die besten Köche zwischen Burg und Zähringen Wehrtechnik im Mittelalter
Das Arsenal Zen oder Kunst des Bogenschiessens Ein Burgherr vom Mannenberg
Der Archäologe: Der Herr von Diessenhofen Ein Hauen und Stechen. Die Recken vom Zähringervolk Die Herrin der Schatztruhe
Die Burg beflaggt: Vergangeheit und Gegenwart Ritter hinter Gitter in Erwartung des Ansturms Ritterschlag?
Der Mönch Herr des Festabzeichens- Vielen Dank Ritter Hans von Mannenberg Grosser Europäischer Uhu
In Amt und Würde bil_2755 Der edle Herr von Erlach und sein Wächter: Der Kastlan von Blankenburg
Nachschub für die Schenke: Der Quellenmeister Ein Ritter kann nicht früh genug beginnen Lebendige Geschichte: Die Führungen sind äusserst beliebt
Der Falkner fesselt seine Zuschauer Mit voller Konzentration Zärtlichkeit
Faszination für Gross und Klein Berufswunsch Falkner Familienbande
Lichtzeichen Der Ansturm der Gäste kann beginnen Zeltlager an bester Lage
Die neue Pädagogik Besser als jede Schulstunde Fullservice
Wellness Anno Dazumal Eine Kreisrunde Sache Feuerwirbel
Das Fägt! Edelfrau und Mönch Die Tuchweiber
Macht Kopfweh... Erwischt! Wenn das der Burgherr wüsste....
Bitte einmal Wasserwechsel Zähringer's Geschoss dan_4537
     
     
     

«Rote Hufen»

Auch in die Grafschaft um Schloss Kyburg kam die Kunde vom Wiederaufbau der Burg Mannenberg. Zu den Mittelalter-Festivitäten vom 1. / 2. Juli 2011 wird der «rote Hufen» vor dem Schulhaus Mannried seine Zelte aufschlagen und Quartier machen. Der «rote Hufen» ist eine mittelalterliche Reisegruppe von Söldnern, Kaufleuten, Pilgern, Handwerkern, Gauklern und Reisläufer, die als Gruppe von Markt zu Markt reisen. Auch unter dem Schutz des geharnischten Hauptmann Stefan von Wilchingen reist Elisabeth Anastasia von Klingen Zähringen mit, die Gattin Berchtholds V von Zähringen.
Kürzlich nahmen Kundschafter des «roten Hufen» angeführt von Hauptmann Stefan von Wilchingen zusammen mit Ritter Gawin zu Wittelsbach und den beiden Söldnern Ulvein von Knushard und Olvert zu Wyss einen Augenschein vom Festgelände und den Möglichkeiten das Zeltlager aufzubauen. Gemeinsam mit Vertretern des archäologischen Dienstes des Kantons Bern, des Thuner Mittelaltervereins und der heutigen Burgherrschaft, dem Stiftungsrat, begaben sich die ritterlichen Gäste auch hinauf zur neuen unteren Burg und zu den Mauerüberresten der oberen Burg.

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Empfang der ritterlichen Gäste auf dem Festgelände. Von links der 1. Söldner Ulvein von Knushard, Hauptmann Stefan von Wilchingen, Ritter Gawin zu Wittelsbach, Empfangszofe Hans Burkhalter von der Burgherrschaft Mannenberg und der 2. Söldner Olvert zu Wyss.

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Das Leben im Mittelalter

Bereits konnten einige Ablaufpunkte und Rosinen der Lebhaftigkeiten an den Mittelalter-Festivitäten vom 1. / 2. Juli in Erfahrung gebracht werden. Am Schulfest mit dem Thema Mittelalter rund um den Mannenberg bietet sich den Schülern Gelegenheit ins mittelalterliche Leben einzutauchen. Am Samstag biete sich der ganzen Bevölkerung ein realistischer Einblick in das Leben, in die Kunst und in die Kultur des 13. Jahrhunderts. Es bietet sich unter anderem Gelegenheit, die ganze Söldnertruppe bei Schaukämpfen mit den Säbeln zu bestaunen. Zudem wird im Festgelände verschiedenes Handwerk und Gewerbe aus der damaligen Zeit gezeigt.
Auf dem Burggelände führen der archäologische Dienst des Kantons Bern, das Zähringervolk Burgdorf und der Mittelalterverein Thun die Besucher durch die neuen und alten Burggemächer. Dazu sind Hellebardenvorführungen, Armbrust- und Bogenschiessen angesagt. Natürlich darf für das leibliche Wohl eine mittelalterliche Küche nicht fehlen.

Text und Bilder Fritz Leuzinger Zweisimmen

 

 Geschichte und Sagen

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Zeichnung Werner Suter

Burg Mannenberg

 

Über die Geschichte der unteren Burg Mannenberg ist kaum mehr bekannt als über jene der oberen Burg. Der ganze Hügel bildete das hochmittelalterliche Herrschaftszentrum des Obersimmentals, welches im 10. Jh. als ursprünglich burgundisches Krongut an Kaiser Otto III. kam. Ob die im 12. Jhdt. auftauchenden Herren von Siebental hier residierten, ist unklar. 1270 wird eine Burg «Mamerberg» erstmals erwähnt, als der aus dem Wallis stammende Ritter Peter von Raron das Reichslehen innehatte. Bald nach 1300 verkauften die Herren von Raron die Herrschaft Mannenberg an Heinrich IV. von Strättlingen. Ab 1336 treten indessen die Grafen von Greyerz als Inhaber des Lehens auf. Weil er sich im Laupenkrieg gegen Bern stellte, erhoben sich die Talleute gegen Graf Peter von Greyerz. Und 1350 gelang es bernischen Truppen, bei einem Vorstoss ins Obersimmental die Burgen auf dem Mannenberg zu zerstören.

Entgegen früheren Annahmen wurde die untere Burg nicht als Ersatz für die zerstörte Anlage erbaut. Sie scheint eher eine Ergänzung der oberen Burg gewesen zu sein. Während jene talabwärts gewandt war, konnte man von der unteren Burg talaufwärts blicken. Nach der Eroberung durch die Berner liessen die Greyerzer die beiden gebrochenen Burgen zerfallen und verkauften ihre Rechte 1356 an die Herren von Düdingen. Von diesen kam das alte Reichslehen 1378 an Freiburg, bis sich Bern 1386 im Sempacherkrieg endgültig des Tals bemächtigte und eine Landvogtei einrichtete. Als Herrschaftssitz wurde damals nicht mehr Mannenberg, sondern die Blankenburg gewählt.

Die Ruine wurde als Steinbruch ausgebeutet und befand sich allgemein in einem sehr schlechten Zustand, bis 2007 mit Hilfe des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern die Stiftung Pro Mannenberg gegründet wurde. Diese Institution zur Erhaltung der Mannenberg-Burgen begann im Sommer 2008 mit der Sanierung der unteren Burg.
Während der Arbeiten konnten Indizien für zwei Bauetappen dieser Anlage entdeckt werden. In einer ersten, nicht datierten Phase entstand offenbar die Ringmauer mit einem Eingangsportal auf der Südwestseite. Die östliche Ecke der Wehranlage wurde von einem grösseren Gebäude mit polygonalem Grundriss dominiert – wohl ähnlich den beiden Hauptgebäuden auf der oberen Burg. In einer zweiten Bauphase, die möglicherweise nach einem Brandschaden begann, wurde auf den Grundmauern dieses Gebäudes ein starker Rundturm mit 8,6 Metern Durchmesser errichtet. Eventuell geschah dies um die Mitte des 13. Jhdts., als die Burg den Herren von Raron gehörte. Rundtürme breiteten sich damals von der Westschweiz her nach Osten aus.

 

 Daniel Rindlisbacher

Quellen: 

Fritz Hauswirth - Burgen und Schlösser der Schweiz, Bd. 10: Bern 1. Kreuzlingen, 1974
Rudolf von Fischer - Die Burgen und Schlösser des Kantons Bern: Basel, 1938
Erich Liechti - Burgen, Schlösser und Ruinen im Simmental. Wimmis, 2006
Thomas Bitterli - Schweizer Burgenführer. Basel / Berlin, 1995

 

Sagen und Erzählungen zu Burgen und den Alpenübergängen  im Simmental

Der Lindwurm im Seebergsee

In einem kleinen Bergsee oberhalb der Berner Gemeinde Lenk hauste einst ein Drache, den die Bewohner nicht zu vertreiben vermochten. Er hatte die Gestalt einer riesigen Schlange und stürzte sich auf Mensch oder Vieh, die sich in die Nähe des Ufers wagten. Aus dem See heraus getraute er sich freilich nicht. Einige sagen, er hätte sich vor dem Zorn der gutbewaffneten Bauern gefürchtet, andere wiederum meinen, ein frommer Spruch habe ihn in das Wasser gebannt.
Lange Zeit fürchtete man jedenfalls, der Lindwurm fresse sich unter Wasser in den Berg hinein und komme endlich auf der Talseite gegen Mannried wieder ans Tageslicht. Dann, so hiess es, werde das Untier seiner Zerstörungswut freien Lauf lassen, die freundliche Siedlung verwüsten und Mensch wie Tier verschlingen. Niemand wisse, wann Tag und Stunde dieses Unheils komme.......

Mannenberg

Die beiden Burgen Mannenberg und Laubegg, welche 1349 von den Bernern zerstört wurden, sind lange, lange Jahre nach deren Untergang Schauplatz abergläubischer Schatzgräberei gewesen. Von den vielen Versuchen, in deren Ruinen mit beschworenen Geistern Schätze zu heben, entnehmen wir der Chronik folgende Sage:
Frage: „Wie heissest du?“
Antwort aus der Tiefe des Turmes: „Hannes von Schlenggwyl.“
Frage: „Hast du Geld unter deiner Verwahrung?“
Antwort: „Ja! Aber nicht für dich, es gehört jemand anders zu!“
Frage: „Wem gehört denn das Geld?“
Antwort: „Dem Hause Österreich. Nun frag` mich nicht weiter!“
Frage: „Was für ein Unterpfand ist eingesetzt worden?“
Antwort: „Frage mich nicht mehr, ich habe dir alles gesagt, was ich dir sagen will.
Nun lass mich Ruh.“
Der Beschwörer aber wollte es nicht aufgeben, den Geist zu beschwören und fing aufs neue an, ihn zu befragen, erhielt aber keine Antwort mehr. Dagegen drang aus der Tiefe ein schrecklicher Ton und ein unheimliches Gepolter kam herauf. Der Geisterbeschwörer wurde auf der Mitternachtsseite der Burg über die Felsen hinunter geschleudert, so, dass sein weisser Kittel als ein langer Streifen in der Luft erschien. Streun lief voller Schrecken nach Hause, vom Beschwörer aber war nie mehr etwas zu sehen.

Vor der Laubeggkapelle

Zum Laubeggschloss gehörte auch eine Kapelle. Der Platz , wo sie stand, heisst noch heutigen Tags der Kapelliboden. Von der steilen Strasse, die über den Laubeggstalden führte, ist die Abzweigung, die von der Kapelle nach dem Schlosse führte, noch heute in Spuren sichtbar. Später, als in Zweisimmen eine Kirche stand, wurde diese Kapelle abgetragen. Die Arbeiter, die diese Abtragung zu besorgen hatten, fanden den felsigen Boden, auf dem sie gestanden hatte, schön abgeglättet. Als sie fertig waren, bemerkten sie ein kleines Männchen, das einen schweren irdenen Krug wegtrug und einen solchen Gestank zurück lies, dass sie sich entfernen mussten.

Die Hexe Tryna

Katharina Berchten von Lenk war eine sehr schöne Dirne und besass ein beträchtliches Vermögen, wozu auch die Langerseiten und andere Güter gehörten. Sie ward der Hexerei beschuldigt. Man sagte von ihr, sie könne das Wetter machen, Menschen und Vieh mit unheilbaren Krankheiten behexen und aus Haaren Hagel machen, in dessen Steinen man Haare gefunden habe, die den ihren glichen und dergleichen Untaten mehr, so dass das Volk noch nach langen, langen Jahren mit Schrecken davon erzählte. Sie soll angeklagt, verurteilt und in Thüll zu Zweisimmen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sein.
Da es in damaliger Zeit Gesetz war, dass der Fiskus sich des Vermögens der Hingerichteten bemächtigte, so glaubten viele aus dem Volke an die Unschuld der Tryna Berchten und liessen durchblicken, dass ihr Reichtum eine Hauptursache ihrer Verbrennung möchte gewesen sein. Kein Wunder, dass ihr Rachegeist am Langer spuken musste, wovon ein vor mehr als hundert Jahren verstorbener Mann folgendes erzählt haben soll:
„Ich war unter der Präfektur des Kastlan Zehnder einer seiner Knechte. Herr Zehnder war Landwirt und benutzte die Schlossgüter selber und so auch die Langerseiten, die seit dem Tode der Tryna Berchten Schlossdomänen geworden waren. Ich war in der heiligen Nacht mit andern jungen Leuten, die wie ich dort gearbeitet hatten, zur Ruhe gegangen. Um Mitternacht sprangen alle Türen des Gemachs mit grossem Geräusch angelweit auf. Wir wurden aus den Betten hinaus in den tiefen Schnee geschleudert, aus dem wir mühsam wieder herauskrochen und in die warme Stube eilten. Der übrige Teil der Nacht verstrich ruhig, wie auch der übrige Teil unseres Aufenthalts daselbst." Lange Jahre soll die Katharina Berchten auf ihren ehemaligen Besitzungen gespukt haben. Als das Spuken aufhörte, sagten die Leute, Tryna sei nun zur Ruhe gekommen.

Der geheimnisvolle Friedensstifter

Statthalter Bühler in Boltigen war ein Mann von ganz ungewöhnlicher Körperstärke. Im Streit mit andern wagte er es nie, mit der Faust zu schlagen, aus Furcht, er könnte seinen Gegner totschlagen. Er umfasste ihn daher mit den Armen und drückte ihn mit solcher Gewalt gegen seine Brust, dass er atem- und kraftlos sich ergeben musste und den Streit nicht weiter fortzusetzen begehrte. Einst aber bekam er Streit mit einem ebenfalls riesenstarken Manne, einem Freiburger. Als beide voller Wut im Begriffe waren, aufeinander los zu gehen, stellten sich die Leute, von denen die Stube voll war, zwischen ihn und seinen Gegner und einer rief: „Lasst sie nicht zusammen, sonst gibt’s ein Unglück. Aber Bühler mähte mit seinen Armen die Leute zu Boden, wie ein Schnitter das Gras und war im Begriff, den Gegner zu packen. Aber im gleichen Augenblick stand ein schöner, ehrwürdiger, weiss gekleideter Mann vor ihm, der ihn mit solcher Gewalt zurückdrängte, dass er sich nicht mehr rühren konnte. Ein gleiches geschah auch dem Gegner, der aber wohl die unwiderstehliche Kraft fühlte, aber nicht sah, woher sie kam. Was aber fast noch merkwürdiger war, im gleichen Augenblick war auch ihre Zanksucht verschwunden. Niemand in der Stube ausser Bühler wollte einen solchen Unbekannten als Friedensstifter gesehen haben. Sicher wäre einer von uns auf dem Platze geblieben, meinte Bühler und noch in seinen alten Tagen, als ihn einmal ein Freund fragte, ob ihm nie im Leben etwas Merkwürdiges begegnet sei, erzählte er ihm diese Geschichte als das Allermerkwürdigste, was ihm je im Leben begegnet sei und das er als ungelöstes Rätsel mit ins Grab nehme.

Zu den Burgresten in Oberwil und Umgebung: Das Schatzgraben auf dem Eichstalden

Zwischen den Gemeinden Oberwil und Boltigen erhebt sich die schöne waldige Höhe des Eichstaldens, die einst eine nun verfallene Feste trug. Noch heute führt vom nahen Oberwil her die alte Simmentalstrasse steil aufwärts nach dem kleinen Weiler auf dem waldigen Rücken und reizend, wenn auch holperig, nach dem Dorf Boltigen.
Von dieser Burg ging die Sage, es hüte dort ein Geist einen vergrabenen Schatz. Zwei beherzte Bürger von Waldried nahmen sich vor, diesen Schatz zu heben. Im nahen Bellegarde in Freiburg lebte damals ein Zauberer, der wegen dem Beschwören und Bannen von Geistern weit bekannt und berühmt war. Diesen suchten sie auf und wussten ihn zu bestimmen, dass er mit ihnen kam. An einem Herbstabend, als schon die düstern Nebel an den Tannen hingen, suchten sie die Ruine auf und der Zauberer begann seine Tätigkeit. Bald hatte er unter einer mächtigen Eiche den Platz entdeckt, wo der Schatz lag. Als es am Kirchturm zu Oberwil elf schlug, begannen die zwei zu graben und schon in etwa 4 Fuss Tiefe entdeckte man einen Kessel mit einem Henkel, der den Schatz enthielt. Nun galt es, ihn mit den mitgebrachten Stricken zu heben. Der Zauberer umging im Kreise die Grube und sagte zu seinen Begleitern: „Von jetzt an darf keine Silbe, kein Laut, kein hörbarer Atemzug euch entschlüpfen. Totenstille muss herrschen, bis der Schatz gehoben ist, sonst ist alles verloren." Der Zauberer fuhr mit den Händen in der Luft herum und bewegte bloss die Lippen, während die Schatzgräber den Kessel in die Höhe zu heben versuchten. Aber, oh weh! Als der Kessel fast die Oberfläche erreicht hatte, fühlte der eine von ihnen einen solchen Kitzel in der Nase, dass er sich unmöglich des Erniessens enthalten konnte. Aber, im gleichen Augenblick fiel der Kessel mit Donnergepolter wieder in die Grube hinab. Als der Zauberer ein zweites Mal den Versuch machte, hörte man nichts als ein leises Erzittern der Erde, wie von einem Erdbeben und es schien ihnen, als sinke der Kessel immer tiefer hinab.

Eine Sage vom Rosenstein (Heidenmauer)

Was versteht man eigentlich unter der Heidenmauer in Oberwil im Simmental? Niemand weiss es. Im Volke noch heisst die nur noch in Ruinenstücken erhaltene Burg der „Rosenstein". Von dieser Burg klingt noch wie ein Nachhall ihrer gänzlich verschollenen Geschichte folgende Sage:
Hugo, der Ritter von Rosenstein, war ein überaus geiziger Mann. Alles Gold, das in seine räuberischen Hände kam, vergrub und versteckte er in der Erde und er allein kannte die Stelle, wo es lag. Da kam einmal der Raubgraf von Gaffertschinggen mit Kriegsvolk das Tal herauf. Hugo zog aus, ihm entgegen, fiel aber im Krauchthal in einen Hinterhalt der Feinde und wurde mit seiner kleinen Schar erschlagen und seine Burg ging in Flammen auf. Bevor er zum Kampf gegen den von Gaffertschinggen auszog, soll er sich nach einer gewissen Stelle im Walde umgewandt und gemurmelt haben: „Der Teufel soll `s hüten." Sie glaubten, er meine das Schloss und gaben nichts darauf. Ungezählte Jahre später, als Wald und Gesträuch schon lange das Schlossgemäuer überwuchert hatten, kam in einer Mondscheinnacht ein Jäger, der im Eichstaldenwald gepirscht, aber nichts gefangen hatte, des Weges daher. Da gewahrte er auf einmal in der Nähe der Schlossruine eine grosse, schwarze Katze auf einem Steine sitzen. Schnell nahm er sein Schiesszeug zur Hand und sagte: „Ein Katzenbalg ist auch was wert." Er zielte und schoss. Aber, wie er losgedrückt hatte, zersprang ihm sein Gewehr und es kam ihm vor, als ob ihm jemand einen derben Schlag ins Gesicht gegeben hätte. Die Katze war verschwunden. Er wankte nach Hause, sein Gesicht schwoll auf und am dritten Tag war er eine Leiche. Die schwarze Katze wurde später noch mehrmals gesehen; aber es wagte niemand mehr nach ihr zu schiessen.

Quelle: Sagen aus dem Simmenthal von D. Gempeler – Schletti

 

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Die Reiter von Gafertschinken

Im Simmental, nicht allzu weit vom vieh- und weidenreichen Dorfe Erlenbach, liegt an der Berghalde in Dorn und Gestrüpp verborgen zerfallenes Gemäuer. Es ist das letzte Wahrzeichen, welches davon zeugt, dass hier einst die Burg der Herren von Gafertschinken gestanden hat. Keinen Namen ihres Geschlechts nennt die Geschichte. Dennoch halten diese alten Talherren noch heute das Land in Schrecken.
Wenn an den Bergen sich dräuend Gewölk sammelt und unten im Tal an den Hecken die schwarzen Schnecken erscheinen, wenn gegen die Nacht hin das Hauri seine Klagelaute durchs Tal erschallen lässt, dann flüchte unter das sichere Dach, wer draussen im Freien ist! Selbst das Vieh wird unruhig und rennt wie rasend der sicheren Behausung zu. „Die Tschinggenreiter kommen", heisst es dann. Um Mitternacht sieht man über den Felsen hoch zu Ross einen Ritter im feuerroten Mantel erscheinen. Hastig nimmt er von seiner Hütte ein gewaltiges Horn und bläst dreimal darein. Darauf erhebt sich ein Mark und Bein durchdringendes Geschrei. Der Sturmwind braust daher und weht selbst die stämmigsten Tannen nieder, Marchsteine fliegen in der Luft herum, in den Felsen kracht und poltert’s so fürchterlich, als tobe die blutigste Schlacht. Jetzt setzt sich ein gespensterhafter Zug in Bewegung, voran der rote Reiter mit glühendroten Augen. Der unheimliche Tross zieht unter dem Geheul der Lüfte zum höchsten Zahn des Gebirges. Beim Rosengarten hält er. Jetzt beginnt ein wahrer Höllenlärm. Die nächtlichen Reiter dringen mit Speer und Spiess auf die Felsen ein, brechen grosse Klötze daraus und werfen sie mit furchtbarer Wucht durch die Rinnen des Gebirges in das Tal hinab. Wenn während dieses schrecklichen Getöses ein Blitz plötzlich die Gegend erhellt, sieht man im Scheine da und dort die Trabanten der Reiter warten. Erst wenn der Morgen ins Tal zieht, verschwindet der grausige Zug. Im Dämmerlichte kann man noch die letzte der Spukgestalten entfliehen sehen, einen schwarzen Rappen und auf demselben hochflatternd ein Mantel, von welchem nicht zu sagen ist, ob er einen der Ritter umhüllt.

Verbindungswege über die Alpen

Immer wieder wird in Sagen über grosse Siedlungen berichtet, ob die Überlieferungen auf keltische Besiedelung zurückgehen wissen wir nicht. Doch können die Überlieferungen ein weiterer Hinwies sein, dass das geschützte Tal eine für Viehzucht und urbane Siedlungen günstige Landschaft war, früh besiedelt wurde und als Durchgang von Norden nach Süden und von Osten nach Westen diente, was Verschiedene archälogische Funde heute bestätigen.

Im bernischen Simmental, in jener Gegend, wo jetzt Weissenburg, Oberwil und andere kleine Ortschaften liegen, soll in ganz alten Zeiten eine grosse und reiche Stadt gestanden haben. Dorthin kam eines späten Abends ein zerlumptes Männlein und flehte von Haus zu Haus um eine milde Gabe. Überall traf es aber auf Gleichgültigkeit oder kalten Hohn, nur in einer schlechten Hütte, etwas ausserhalb der mächtigen Stadt, war ein armer Greis mit seiner Tochter ohne viel Federlesens bereit, mit dem seltsamen Bettler sein karges Mahl zu teilen. Doch, das Männlein packte sofort eine Hacke und begann mit viel Eifer und Fleiss einen Graben um das Hüttlein seiner Wohltäter aufzuwerfen. Mit duldsamem Lächeln betrachteten Greis und Tochter das närrische Treiben des verhudelten Zwergleins. Aber kaum war dieses mit seiner Arbeit fertig, da ertönte von den Bergen her ein Tosen und Donnern. Erde und Felsen stürzten wie ein schwarzes Meer über die geizige Stadt; sie begruben all ihren Reichtum und all ihre hartherzigen Bürger.
Nur das gastliche Hüttlein der beiden freundlichen Menschen wurde dank seinem schützenden Graben von dem allgemeinen Verderben und Strafgericht verschont.

Die Rochelsau oder das Dürstegjeegg

Ein Mann von Oberwil wollte nach Saanen, wo selbst ein berühmter Doktor war, um diesen in einer gewissen Angelegenheit zu konsultieren. Hans Stucki, so hiess der Mann, kehrte in Zweisimmen im „Bären" ein und versäumte sich daselbst so lange, dass er erst spät nachts die Reise fortsetzen konnte. Es mochte gegen Mitternacht gewesen sein, als Stucki in der raben schwarzen Herbstnacht dem Steiniwald zustampfte. Da, auf einmal vernahm er ein abscheuliches Tosen und Geschrei in den Lüften. Als der Lärm noch entfernt war, glaubte er eine Schar johlende und brüllende Betrunkene zu hören und nahm sich vor, denen nicht zu begegnen, sondern sich im Gesträuch zu verstecken. Je näher aber das Wüten und Tosen kam, desto mehr überzeugte er sich, dass der schreckliche Lärm in den Lüften und nicht auf der Strasse zu suchen war. Es schien ihm, sehen konnte er ja nichts, als würden sich die Tannenwipfel vor dem Windzuge und in den Stimmen in der Luft biegen, die er des sausenden, brausenden Windes wegen nur ungenau unterscheiden konnte, er glaubte das Geröchel von jungen und alten Schweinen und das Krächzen wilder, kreisender Vögel zu hören. Wie der Zug vorüber war, wurde er sich erst seiner Angst bewusst. Er floh zurück nach Zweisimmen und vernahm dort, dass er dem Dürstegjeegg oder der Rochelsau begegnet sei, die jeden Herbst vor Einbruch des Winters da vorbeifahre.

Die Unkührschlacht im Steiniwald

Im steilen, finstern Steiniwald hinter Mosenried , bei Zweisimmen begegneten sich einmal in stockfinsterer Nacht zwei Ungeheuer (Unkühr), von denen keines dem andern ausweichen wollte. Es kam zu einer Schlägerei. Als das Stärkere das Schwächere durchgeprügelt hatte, rief es:
„Du Wust, wenn du nit usstelle tust, so musst!"
und stellte es zur Seite und fragte dann noch:
„Wie heissest du?"
„Sälbertha", tönte es zurück.
„Ja, ja, sälbertha, sälber ha, hätt mer`s öper anders ta, so müsste sie das Läbe la!" erwiderte das stärkere und beide gingen auseinander, niemand wusste wohin.


Warum ein Tälchen die Lenk heisst

In alten Zeiten kam übers Meer von Ägypten her ein ganzes Kriegsvolk nach dem Wallis. Es waren lauter Christen. Da aber die Walliser noch Heiden waren, töteten sie die Krieger. Ein einziger Mann entrann, der hiess Longinus. Lange irrte der Alte im Gebirge umher. Dazumal versperrten noch keine Gletscher die Höhen. Droben am Wallisberg, wo heute kein Gemsejäger mehr über das Eis fürbass mag, lag eine grosse Alp von hundert Rinderweiden, welche man gemeinhin Blüemliberg nannte. Dreimal des Tages konnten dort oben die Kühe gemolken werden. Über diese Alp herab kam Longinus, hungernd, dürstend, wund an den Füssen und vom Scheitel zur Sohle zerlumpt. Die Leute des Tales aber erbarmten sich seiner, nahmen ihn freundlich auf und gaben dem Flüchtigen Raum in ihren Hütten. Als er sich ihr Vertrauen erworben, lehrte er sie den Christengott kennen. Da konnten sich nun die Hexen und Strüdlen den Mund wischen und gehen. Das Gemäuer auf dem Burgbühl,das zu den Götzenopfern gebraucht worden war, zerfiel. Als aber Longinus starb, mahnten die Leute das Tälchen, in dem sie wohnten, in dankbarer Erinnerung an ihn, „die Lengg".

Wie der Rätzliberg ein Gletscher wurde

Einst war der obere Rätzliberg im hintersten Simmental, aus welchem in sieben Brunnen die Simme entspringt, eine fruchtbare Alp, auf welcher Mutterne und Adelgras in Hülle und Fülle grünten. Eine reiche, aber geizige Frau unten aus dem Lande hatte den Berg gekauft. Alle Jahre brachte der Hirt, welcher droben sein Vieh sömmerte, der Lehnsfrau den Zins nebst einem Korb voll frischem Zieger und von der goldensten, fettesten Butter. Allein, nie war die Ungenügsame zufrieden. Einst brach ein furchtbares Hagelwetter über den Rätzliberg und Hunger drohte der Herde. Der Küher aber vermochte der Frau im Tale jetzt noch weniger zu bringen. Die Hartherzige aber fluchte ob seines geringen Zinses, verfluchte die Alp, die nichts Besseres hervorzubringen imstande sei. Da rückte plötzlich das Eis vom wilden Strubel auf die Alp zu. Begraben ward der herrliche Berg, verschwunden die blühende Weide. Als der Hirt im nächsten Sommer zurückkehrte, fand er nichts mehr als einen grossen Gletscher.

Ammerten: Die Freien

Die starken Hirten der Berge glaubten eben, als sich unten in den Tälern schon mächtige Städte und Gotteshäuser erhoben, noch lange nur an ihre eigene Ordnung: Weniger aus bitterer Not als aus Übermut überfielen sie gern ihre Nachbarn und wer unter ihnen dank Körperkraft, Waffenübung oder List dabei den Viehbesitz der Seinen am meisten zu mehren vermochte, den grüssten die schönen Mädchen am herzlichsten, der war bei Freund und Feind in der ganzen Umgegend wohl angesehen.
Einmal, da überfielen wie ein Blitz aus heiterem Himmel die Walliser die fruchtbaren Alpen der Lenker im Obersimmental und führten fröhlich ganze Herden als Beute mit sich. Nur die Weiber und die alten Männer waren bei den Beraubten in den Hütten, die ganze kampferprobte Jugend ging für sich irgendwo recht gefährlichen Abenteuern nach. Trotzdem brachen alle, was sich einigermassen auf den Füssen zu halten vermochte, zur Verfolgung der frechen Gegner auf.
Bald schon erblickten die Lenker ihr weggetriebenes Vieh, die siegessicheren Walliser hatten es nun einmal nicht mit der Eile. Die neugewonnenen Herden liessen sie ruhig weiden und feierten in der Nähe den leichten Sieg mit Wein und Spottgesang. Vielleicht wollten sie, sich ihrer gewaltigen Übermacht wohlbewusst, ihre Verfolger sogar absichtlich in die Nähe kommen lassen, um dann schwache Weiber und Greise tüchtig verhöhnen zu können. Da lösten die listigen alten Lenker heimlich die Glocken von den Kühen und schwangen sie selber hin und her, dass es auf der Weide lustig weiterbimmelte. Die Weiber unterdessen, die trieben die gestohlenen Herden rasch wieder heimzu. Erst als Frauen und Vieh so weit weg waren, dass auch der Dümmste unter den Wallisern die Sinnlosigkeit einer wilden Verfolgung sofort einsehen musste, hörten die klugen Greise mit ihrem Schellen auf und liessen dafür ein schallendes Gelächter von allen Bergwänden widerhallen.
Für ihren Mut in der Not erhielten die Lenker Frauen von da an das ehrenvolle Vorrecht, die Kirche vor ihren Männern verlassen zu dürfen.

Zu dieser Sage gibt es auch ein „ Friedens-Lied" von Martin Hauzenberger

Quelle: Hausbuch der Schweizer Sagen von Sergius Golowin

Weisse Reiter und fahrende Schüler

Weisse Reiter tauchen immer wieder in Sagen und Erzählungen auf. Es gibt dazu verschiedene Deutungen. Ob es sich um Tempelritter handel die von der Verfolgung in Südfrankeich um 1313 flohen wissen wir nicht genau, historisch liess sich das bisher nicht belegen. Was hingegen bekannt ist, dass es gute Verbindungen von Südfrankreich über Savoyen und die Piemonteseralpen in den Alpenraum gab. Die ihrem Gedankengut und Glauben verpflichteten Ritter zogen sich als Verfolge in diese Gebiete zurück. Sie verfügten über ein grosses, vielfältiges Wissen wie z.B. Baukunst und Handel.
Die fahrenden Schüler tauchen vielerorts auf, bis weit nach Thüringen in Deutschland. Sie werden auch oft Venezier genannt. Im Mittelalter war Venedig eine blühende Handelsstadt, die einen grossen Bedarf an Rohstoffen hatte und zum Teil in grossen Manufakturen Waffen, Glas und Schiffe herstellte. Die Dogen von Venedig sandten sehr gut geschulte Kundschafter aus um z.B. nach Eisenerz und Mineralstoffen zu suchen. Man meinte, dass diese „Gelehrten" mehr als Brotessen konnten.

Der weisse Reiter

Es war in grauer Vorzeit, da wollte ein mutiger Reiter vom Bernerland hinüber ins Wallis reisen. Öde und wüst lag das Alpengebirge und noch keines Menschen Fuss war in das hochgelegene Alpental hineingedrungen. So wenig war das Felsental begangen und bekannt, dass es nicht einmal einen eigenen Namen hatte. Der Reiter aber auf weissem Rosse wollte es gleichwohl wagen. Immer weiter drang er in die Schlucht; angeschwemmter Sand, Kies und Geröll der Lütschine hemmten immer mehr den Schritt. Endlich war ein Fortkommen unmöglich, von allen Felsen strömten die Bäche, knietief watete das Pferd im schlammigen Sande, Umkehr war geboten. Wie der Reiter wieder zu den Seinen kam, da ging ein Fragen unter den Leuten, was ihm begegnet sei. „Ich musste umkehren, denn lauter Sand und lauter Brunnen hinderten meinen Weg." Von jener Zeit ist der Name dem Tale geblieben: Lauterbrunnen.

Vorhersage des fahrenden Schülers

Einst kam einer der fahrenden Schüler, die in den Bergen nach Kristallen und nach Goldadern suchten und sich auf geheime Künste verstanden, ins Tiefental. Im Heidenhaus klopfte er an und bat um ein Nachtlager. Der Bauer gab Bescheid, seine Frau erwarte noch diese Nacht ein Kind und er könne keinen Fremden aufnehmen. Der Fahrende drängte aber und bat den Bauer bei dem bösen Wetter unterstehen zu dürfen. Da willigte der Bauer ein.
In der Nacht kam die Frau des Bauern nieder. Bei jeder Wehe rief der Scholar: „Noch nicht! Jetzt noch nicht!" Einmal sagte er dann: „Aber jetzt!" Der Bauer stellte den Fremden deshalb zur Rede. Der wollte mit der Antwort nicht herausrücken. „Hättet ihr mich nur nicht danach gefragt. Jetzt sollt ihr es eben wissen. Wenn ich der Geburt nicht entgegengehalten hätte, wäre das Kind später zum Selbstmörder geworden." „Und jetzt also nicht?" fragte der Bauer. „Jetzt wird ihn ein anderer töten, wenn er neunzehn Jahre alt ist."
Dafür wollte der Bauer einen Beweis. „Den will ich schon geben", meinte der Fahrende. „Übermorgen wird sich ein Füllen am Anbindestrick erhängen." Der Fahrende bedankte sich für Speis und Trank und ging davon. Am übernächsten Tag fand der Bauer dann wirklich das Füllen erhängt im Stall. Da wurde er nachdenklich und sein Herz wurde schwer.
Als das Kind zum Burschen herangewachsen war und der von dem Fremden vorausgesagte Tag näherrückte, sperrte ihn der Bauer in eine kleine Kammer im Dachstock ein. Hier wird keiner an ihn herankommen, dachte er. In den späten Abendstunden trieb die Tiefentaler Jungmannschaft sich um das Haus herum. Ihr wildes Spiel artete bald in böse Händel aus. Da gewahrte der Bursche von seiner Kammer aus, wie sein bester Freund von einem wilden Burschen hart angegriffen wurde. Da wollte er sich nicht zurückhalten und sprang in den Hof hinab. Er erhielt einen Messerstich in den Bauch und sank tot zusammen.

 

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Medienkonferenz vom 25.8.2008: Sanierung der Burgen auf dem Mannenberg

 Die Burgen auf dem Mannenberg –

Archäologische Untersuchung und Sanierung 2008-2010

Referat Dr. Armand Baeriswyl,
Archäologischer Dienst des Kantons Bern,
Leiter der Stadt-, Burgen- und Kirchenarchäologie

Etappe 1 2008 - Erste Erkenntnisse

 

Einleitung

Auf dem Mannenberg, einem markanten Hügel am nördlichen Eingang des Obersimmentals, erheben sich zwei Burgruinen, die einst vielleicht eine der grössten Burganlagen des Kantons Bern bildeten. Sie war bis ins 14. Jahrhundert das herrschaftliche Zentrum des Obersimmentals und geht möglicherweise auf burgundisches Königsgut zurück, das im 13. Jahrhundert in den Besitz der Herren von Raron gelangte und im 14. Jahrhundert zuerst den Herren von Strättligen, dann den Grafen von Greyerz gehörte. 1350 wurde die Burg von den Bernern belagert und zerstört; sie blieb seither Ruine. Die 1386 entstandene Berner Kastlanei hatte ihr Herrschaftszentrum in Blankenburg.
Der schlechte Erhaltungszustand vor allem des Unteren Mannenberg war schon lange bekannt: Der Bewuchs mit Efeu, Büschen und Bäumen beschädigte das Mauerwerk; dementsprechend waren der Mörtel in den Mauerwerksfugen ausgewittert und die Mauerkronen lose. Es drohte der Einsturz ganzer Mauerpartien. Bereits in den 90er Jahren bestand in der Region der Wunsch, die Ruine zu sanieren. Unter Mithilfe des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern, der von Gesetzes wegen für die Pflege von Ruinen zuständig ist, wurde 2007 eine Stiftung gegründet. Die in der Region breit verankerte Stiftung hat den Zweck, die Ruinen auf dem Mannenberg nachhaltig zu sichern und in einen burgengeschichtlichen Rundgang und damit ins Tourismuskonzept zu integrieren.
Der Mannenberg reiht sich in die immer länger werdende Reihe von Burgruinen, die der Archäologische Dienst in den letzten zwanzig Jahren im Berner Oberland fachgerecht saniert hat: Därstetten, Weissenburg (1984), Unterseen, Weissenau (1988–89), Kandergrund, Felsenburg (1988), Frutigen, Tellenburg (1989–94), Wilderswil, Unspunnen (1998–90), Reichenbach-Mülenen, Letzi und Burg (1995), Meiringen, Restiturm (2004), Wilderswil, Rothenfluh (2003–04) und Ringgenberg, Burg (2006–07).

Die erste Sanierungsetappe

Im Juni 2008 ist die Sanierung der Unteren Mannenberg angelaufen, die in zwei bis drei Etappen erfolgen wird. Die Etappe dieses Jahres galt der Sanierung des Rundturmes und der ostseitigen Ringmauer.
Zuerst wurden die Mauern des Rundturmes und der ostseitigen Ringmauer vom Bewuchs befreit, gereinigt, bauarchäologisch untersucht und dokumentiert. Anschliessend werden die losen Teile der Mauerkrone und der Mauerschalen abgebrochen, neu aufgemauert und mit einer dauerhaften neuen Abdeckung aus Kalkmörtel versehen. Ferner werden die Mauerwerksfugen neu mit Kalkmörtel geschlossen.

Die Besitzgeschichte der Mannenberg – von der „dunklen Frühzeit" zur Berner Kastlanei

Das Simmental war im Frühmittelalter burgundisches Königsgut, das im 10. Jahrhundert in den Besitz des deutschen Kaisers Otto III. gekommen und als Lehen vergeben worden war, vermutlich an die – allerdings erst im späten 12. Jahrhundert fassbaren – Freiherren von (Ober-) Siebental. Möglicherweise erhob sich damals schon auf dem Mannenberg eine Burg
als Herrschaftszentrum. Durch Rodungen und die Ansiedlung von Menschen erweiterten solche Herren ihre Herrschaftsbereiche, die dann als Allod, also als Eigengut galten.
Man bleibt aber bei Mannenberg auf Vermutungen angewiesen, da schriftliche Angaben für die Frühzeit fehlen. Zur Zeit der ersten schriftlichen Erwähnung jedenfalls, um 1270, war die Herrschaft Mannenberg-Reichenstein, wie sie damals genannt wird, ein Konglomerat aus Eigengut und Reichslehen, im Besitz der Freiherren von Raron. Sie waren möglicherweise die Erben der Herren von Siebental und hatten sich von ihrem Stammsitz bei Visp aus nach Norden ausgebreitet.
Die Herren von Raron wurden im späten 13. Jahrhundert von den Grafen von Greyerz bedrängt, die versuchten, ihre Macht nach Osten zu erweitern. Wohl nach dem Tod von Peter von Raron im Jahr 1284 wurde die Herrschaft unter seinen Söhnen aufgeteilt und von da an war die Burg Mannenberg nur noch das Zentrum des Reichslehens Obersimmental, während das Eigengut – Herrschaft Reichenstein genannt – einen eigenen Weg ging. Die Teilung hatte eine entscheidende Schwächung der Herren von Raron zur Folge: Bereits kurz nach 1300 waren sie gezwungen, Mannenberg an Heinrich IV. von Strättligen zu verkaufen.
1336 kam die Burg in den Besitz der Grafen von Greyerz. Aber auch sie konnten sich nicht lange ihrer Macht im Obersimmental erfreuen. Im Laupenkrieg stand Peter von Greyerz auf der Seite der Freiburger. Das führte zu Konflikten mit den Simmentaler Talleuten und dem aufstrebenden Bern, die schliesslich in der Zerstörung der Burg Mannenberg im Jahr 1350 gipfelten. Daraufhin verkaufte Graf Peter seine Besitzungen im Obersimmental an Jakob von Düdingen. Aber auch die Herren von Düdingen gerieten bald in Streit mit den Simmentaler Talleuten und liquidierten in der Folge ihren Besitz. Er ging 1378 an die Stadt Freiburg.
Im Sempacher Krieg eroberte Bern das freiburgische Obersimmental und richtete die Kastlanei Blankenburg ein. Als es Bern 1493 schliesslich gelang, die Herrschaft Reichenstein zu erwerben, die inzwischen in die Hände der Herren von Bubenberg gelangt war, wurde die ehemalige hochmittelalterliche Herrschaft Obersimmental wieder vereinigt, aber nun als Landvogtei unter bernischer Oberhoheit.

Zur Baugeschichte der Burgen auf dem Mannenberg

Wie die meisten Burgen der Schweiz erscheint auch die Mannenberg spät in den Schriftquellen und es ist weder bekannt, wer sie errichtet hat, noch wann das geschah. Fraglich ist darüber hinaus, von welcher Burg die Schriftquellen sprechen, wenn sie die Mannenberg erwähnen – gibt es doch heute den Oberen und den Unteren Mannenberg, zwei Ruinen, die rund zweihundert Meter voneinander entfernt liegen. Ihr Alter und ihr Verhältnis zueinander sind völlig ungewiss. Möglicherweise handelt es sich gar um eine einzige Anlage, die sich über den ganzen Hügel erstreckte!
Bekannt ist immerhin, dass die Mannenberg auf Reichsboden lag, über Jahrhunderte als Herrschaftszentrum des Obersimmentals diente und wohl auch zu diesem Zweck errichtet worden war, in ihrer steinernen Form wohl kaum vor 1200 entstand, möglicherweise aber einen bis ins Hochmittelalter zurückreichenden hölzernen Vorgänger hatte. Beide Burgen wurden spätestens bei dem Feldzug der Berner ins Simmental im Jahr 1350 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Deswegen stand die Burg nicht mehr als Herrschaftszentrum zur Verfügung, als die Berner 1386 die Landvogtei (Kastlanei) Obersimmental einrichteten, und der Landvogt musste mit der Blankenburg vorlieb nehmen.
Die Mannenberg – ob es sich nun um eine grosse oder zwei Anlagen handelte – muss man sich als klassische Adelsburg vorstellen. Sie war im Hochmittelalter zum einen das herrschaftliche Zentrum des Tals. Weithin sichtbares Symbol dafür war die Richtstätte, die sich auf dem Galgenbühl direkt an der Landstrasse erhob. Sie war der Beweis für die Macht der Burgbesitzer über Leben und Tod im Obersimmental. Die Mannenberg war aber auch wirtschaftliches Zentrum mit Mühlen, Schmiedewerkstätten, Backöfen und weiteren Gewerbeeinrichtungen. Ausserdem war die Burg Zentrum eines grossen landwirtschaftlichen Gutsbetriebes. Ob sie auch geistliches Zentrum war, also eine Burgkapelle bestand, ist nicht bekannt.
Baulich wiesen derartige Burgen normalerweise die folgenden Hauptelemente auf: Die Kernburg wurde zum einen vom Hauptturm, dem Bergfried, dominiert, der in erster Linie als weithin sichtbares Machtsymbol und Wehrturm diente. Das zweite Hauptgebäude der Burg war der Palas, das gemauerte, mehrgeschossige, herrschaftlich-repräsentative Wohngebäude der Adelsfamilie. Umfasst wurde die Kernburg von einer Ringmauer mit Toranlage. Aussen schloss eine Vorburg mit Viehställen, Werkstätten, Scheunen und Remisen an.
Nach den wenigen heute noch sichtbaren Resten war der Obere Mannenberg, die Burg auf dem höchsten Punkt des Hügels, einst eine ungewöhnlich grosse, mehrteilige Anlage, die aus einer Kernburg mit mindestens zwei im Grundriss polygonalen Gebäuden und einer ummauerten Vorburg unbekannter Grösse bestand. Diese erstreckte sich über mehrere Geländestufen und hatte wohl steinerne wie hölzerne Innenbebauung.

Umrisse einer Baugeschichte der Unteren Mannenberg – erste Ergebnisse der Untersuchungen

Die rund zweihundert Meter entfernte Untere Mannenberg erscheint heute viel kleiner. Allerdings ist nicht bekannt, wie viele nicht mehr sichtbare Mauerzüge heute unter dem Waldboden stecken.
Im Moment lassen sich zwei Bauphasen unterscheiden. Zur ersten Anlage gehören die südliche Ringmauer mit einem Eingangsportal im Westen und einem polygonalen, wohl turmartigen Gebäude mit Aborterker im Osten. Westseitig kam eine Mauer zum Vorschein, die im Verband mit der Ringmauer steht, möglicherweise die Westgrenze der Kernburg.
In einer zweiten Bauphase brach man das polygonale Gebäude weitgehend ab – eventuell nach einem Brandschaden(?) – und errichtete auf den Sockelmauern einen Rundturm mit einem Durchmesser von 8,6 m. Das Ende der Burg markiert eine mächtige Mauerversturzschicht, die durch den Zerfall der Burg und durch Steinraub entstand.
Datieren lassen sich die beiden Bauphasen im Moment noch nicht genauer. Die Errichtungszeit ist völlig unbekannt, sicher ist nur, dass die immer wieder zu lesende Aussage, die Burg sei erst 1350 als Ersatz für die von den Bernern zerstörte Obere Burg errichtet worden, falsch ist. Möglicherweise fällt die Phase 2, der Bau des Rundturms, in die Zeit, als die Herren von Raron die Mannenberg übernahmen, wohl im mittleren 13. Jahrhundert. Die Bauform des Rundturmes wurde im frühen 13. Jahrhundert von den Grafen von Savoyen in der Westschweiz eingeführt und verbreitete sich von dort langsam nach Osten.
Die beiden Burgen auf dem Mannenberg sind, auch wenn heute davon nicht mehr viel zu sehen ist, neben der Pfarrkirche Zweisimmen das historische Herz der Landschaft Obersimmental, die von der vergangenen Bedeutung dieses Durchgangstals im Hochmittelalter zeugen.
 
Ein solches Sanierungsprojekt ist für die ehrenamtlichen Mitglieder des Stiftungsrats eine sehr zeitintensive und aufwendige Aufgabe, wer sich anderswo einer ähnlichen Herausforderung stellen will findet hier ein Auszug aus der Chronologie des Jahres 2008...

 PUBLIKATIONEN ZUM PROJEKT BURGENWEG UND SANIERUNG MANNENBERG:

WIE WIRD SANIERT:  BAUBLATT NR. 42 17.10.2008
eBund vom 27.08.2008
Der Bund vom 26.08.2008
Sendung TeleBärn vom 25.08.2008
Obersimmentaler vom 28.08.2008
......

IMPRESSIONEN WÄHREND DER SANIERUNG:

Ausholzung und Bauplatzvorbereitung 2008

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 erffnung

Zivilschutz-Einsatz auf dem Mannenberg

Das Mittelalterfest um die Burg Mannenberg rückt immer näher. Für die Rodungen an der oberen Burg, für verschiedene Sicherheitsvorkehrungen und Weiteres bekamen die Burgherren durch den Zivilschutz Unterstützung.
Die Bautätigkeit an der, von Zweisimmen aus, gut sichtbaren Burg Mannenberg an ihrem mächtigen Turm und an den dicken Festungsmauern ist fürs Erste abgeschlossen. Eine Gruppe Söldner der Zivilschutzorganisation Obersimmental leisteten vor kurzem 60 Tagewerke rund um das mittelalterliche Wahrzeichen. Zusammen mit den beiden Landsknechten Felix Gobeli und Ruedi Müller der Gemeinde Zweisimmen wurde tüchtig gearbeitet. So wurde die Böschung am Turm wurde mit einem imposanten Rundholzfachwerk gesichert. Die Naturwege sowie die Stein- und Holztreppen zur Burg wurden erneuert und mit Lattenzäune versehen. Als ausgewiesene Berufsleute nahm die Gruppe auch Rodungsarbeiten an der oberen Burg vor, damit die mittelalterlichen Mauerresten nun besser sichtbar sind. Im geebneten Burghof steht nun eine der Burgenwegtafeln mit geschichtlichen Hinweisen zu Land und Leuten im Obersimmental. (Text und Bilder Fritz Leuzinger)
 
 

Aktuelle Informationen

 
 
Vereinsaktivitäten im 2017
5.2.     Mithilfe am Lutherischen Gottesdienst in Boltigen
 
15.4.   Hauptversammlung im Beinhaus Zweisimmen
 
28.5.   Besuch des Mittelalterspektakels Turnei in Hinwil
 
16.12. Weihnachtsmarkt in Zweisimmen
 
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