Liebe Vereinsmitglieder und Freunde der Burg Mannenberg

Am Samstag, 7. August 2021 besuchen wir das Schloss Wimmis.
Fritz Walter, ein profunder Kenner des Schlosses, wird uns einen Einblick in die spannende  Geschichte und Architektur des Schlosses geben.

Datum:        Samstag, 7. August 2021
Zeit:            13:00
Treffpunkt:  Parkplatz unter dem Pfarrhaus Wimmis

Der Vereinsvorstand freut sich auf zahlreiche Teilnehmer.

Anmeldungen nimmt Hanspeter Feuz gerne telefonisch oder per e-mail bis Donnerstag,
5. August 2021 entgegen:

Hanspeter Feuz
Äussere Gasse 1
3770 Zweisimmen

Telefon.    079 580 61 51
E-Mail:     This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

 

 

Wanderweg über den Mannenberg wieder offen

Nach Abschluss des Schutzwald Projektes und Aufräumarbeiten ist der Weg wieder geöffnet, die Burgen und die Feuerstelle wieder zugänglich. Nach dem Ausholzen präsentiert sich die Burg auf dem oberen Mannenberg prominent, mit der nach Osten verlaufenden Flügelmauer. Sie umschliesst einen grossen Hof auf den Nordostseite der Burg. Um das nun gut sichtbare Bauwerk besser zu erleben, wurde die Wegführung angepasst und unterhalb der Flügelmauer ein Ruheplatz als schöner Aussichtspunkt eingerichtet. Die Holzarbeiten erforderten einiges an Geschicklichkeit und um die erhaltene Flügelmauer nicht zu beschädigen, musste doch eine grosse gut 130-jährige Tanne unmittelbar bei der Mauer gefällt werden. Durch Freilegen der Aufschüttung unter der Oberen Burg kam Tuffstein zum Vorschein, der mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer ausgebrochenen Fensternische stammt. Eine Adelsburg zeichnete oft damit aus, dass Fensternischen oder Fensterstürze mit Tuffstein ausgelegt wurden.


Neuer Anblick aus der Vergangenheit

Mit der Rodung erhält der Mannenberg ein anderes Gesicht, wie ihn Werner Suter auf seinen historischen Zeichnungen festhielt. Überbaut mit Verteidigungstürmen, Schutzmauern als Rigel. Ein repräsentativer Herrschaftssitz an strategischer, bedeutender Schlüsselstelle, mit Wohnhäusern, Lager und Ökonomiebauten aus Stein und Holz. Die Herrschaft diente als Logistikzentrum für die Saumwege, mit Anschluss an die Fernverbindungen im Süden über Martigny zu den Häfen in Ligurien wie z.B.  Genua und im Westen über das Pays d'Enhaut nach Vevey, bis zu den mittelalterlichen Messen und Märkten in der Champagne z.B. in Lagny, Troyes, Provins die damals «Welthandelszentren» waren. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass die Zähringer als Erben des burgundischen Königsgut die Region stärker unter ihren Einfluss nahmen. Wir bewegen uns in der Zeitepoche zu Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jahrhunderts.

 Mannenberg Suter 1

Obere und untere Burg Mannenberg (Werner Suter, Zweisimmen)

210410 Mannenberg obere Burg
Mauerreste obere Burg Mannenberg (Foto: Manuel Kaiser, 10.04.2021) 

 

Kleines Turnier zu Ostern 

Zum Abschluss der Weg- und Aufräumarbeiten, gab es zu Ostern, in kleinen Kreisen ein «Eierturnier». Mit viel Geschicklichkeit musste das auf dem Turnierkrönlein der Lanze fixierte Ei vom Herausforderer getroffen werden. Wie beim «Eiertütschen» doch mit etwas mehr Distanz, es war ein Spass für alle.

210404 Ostern 1Das Co- Präsidium "Verein Burg Mannenberg" im Turnier: Claudia und Fredy Gautschi

 

 210404 Ostern 2
Im Turnier schenken sich die erfahrenen Recken nichts


Die Osterbräuche im Mittelalter waren vielfältig. Im Vordergrund standen kirchliche Feierlichkeiten, doch zu Ende der Fastenzeit, wo Verzehr von Fleisch und Eiern untersagt war, freute man sich auf ein österliches Festessen.  Im Hochmittelalter kam dem Ei besondere Bedeutung zu. Während der Ostersonntagsmesse wurde die sogenannte Eierweihe vollzogen und das Ei festlich in den Kreis der alltäglichen Nahrungsmittel zurückgeholt. Eier und Eierspeisen dominierten schon damals den österlichen Speiseplan. Mitunter konnten Pachtzinse mit Eiern beglichen werden. Stand man in gutem Einvernehmen kam es schon mal zu gemeinsamen Feierlichkeiten und Spielen auf der Burg.

210404 Ostern 3
Nach dem Turnier posiert die Ritterschaft mit ihren edlen Frauen

 

Damals wie heute erfreute man sich der wärmeren Tage in Erwartung des Frühlings, wo das Vieh auf die Weide getrieben und die Äcker bestellt werden konnten, in der Hoffnung auf eine gute Ernte.

Die Stiftung und der Verein Burg Mannenberg und Burgenweg dankt für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligen beim abgeschlossen Schutzwaldprojekt.

Apropos Archäologie: Die Wanderausstellung des Archäologischen Dienstes macht in Zweisimmen halt "Archäologie macht Geschichte" vom 24. April bis am 15 Mai 2021 auf dem Bärenparkplatz.

Für Stiftung und Verein J.P. Beuret / 22.04.2021

 

 

 

Winterimpressionen auf der Burg Mannenberg

 FullSizeRender

Herkunft und Deutung von Brauchtum zum Jahreswechsel

Wer über die Weihnachtstage oder zum Jahresende über den Mannenberg geht, trifft eine ruhige Zeit, eine sehr stille Zeit - mit Vorsicht ist beim Besuch auf das Wild auf der «Winterweide» zu achten, das in Ruhe weidet - Blickt man historisch zurück, ist diese Zeit zwischen den Jahren immer eine ganz besondere Zeit. Diese dunkle und besonders im Spätmittelalter schneereiche und stürmische Zeit liess die Fantasie der Menschen blühen. Brauchtum, Sagengestalten und Erzählungen über Geister gibt es bis heute aus der Zeit „zwischen den Jahren“

 image3

«Die Zeit «zwischen den Jahren»

Die 12 Tage nach der Wintersonnenwende gehen vermutlich auf den germanischen Mondkalender zurück, der ein Jahr mit zwölf Mondmonaten und 354 Tagen beziffert. Die zum heutigen Sonnenkalender fehlenden elf Tage – oder zwölf Nächte – wurden als Tage außerhalb der Zeit angesehen.Bei den Katholiken beginnen die zwölf Raunächte meistens mit der Nacht der Wintersonnenwende am 21. Dezember und enden nach Neujahr, später zählten die Protestanten dagegen die Nächte zwischen Heiligabend und dem Dreikönigstag als solche. Das neue begann am 6. Januar. Die fehlenden elf Tage –oder 12 Nächte – wurden einfach hinten angehängt, so entstand der Begriff „zwischen den Jahren“.

 image1 1

«Raunächte»

Wann aus den zwölf Nächten die wurden und worauf der Begriff genau zurückgeht, das ungewiss. Eine Erklärung zur Herkunft ist das mittelhochdeutsche Wort ‚ruch‘ und bedeutet fellig, behaart. In Zusammenhang mit der Vorstellung wie die Geister mit zotteligen und «ruchen» Fellen durch die Nacht geflogen sind, kann man zu diesem Schluss kommen. Die andere verbreitete Meinung ist, dass in dieser Zeit vielerorts geweihräuchert wurde, um die Gespenster fernzuhalten und Segen über das Haus zu bringen.Die Quellen Lage ist schwierig. Eine davon ist das 1534 erschienene „Weltbuch“ von Sebastian Franck.Zitat: «Die zwolff naecht zwischen Weihenacht und Heyligen drey Künig tag ist kein hauß das nit all tag weiroch rauch in yr herberg mache für alle teüfel gespenst vnd zauberey»Es war eine Zeit, in der das Gesinde nicht arbeiten durfte, wo die Menschen einfach dann auch viel zusammensaßen. Man hatte nur wenige Stunden am Tag, in denen man draußen Arbeit verrichten konnte und mehr Zeit sich miteinander zu unterhalten. Dabei ist vorstellbar, dass zum Spinnen von Fäden auch Erzählungen und Geschichten gesponnen wurden, was so in dieser dunkelsten Jahreszeit, die wir überhaupt haben, passiert.“ So unterstützten die bekannte Erzählung und Brauchtum, dass man zwischen Weihnachten und Neujahr keine Wäsche aufhängen darf, damit sich da keine bösen Geister darin verfangen würden, die auferlegte Ruhe.

 IMG 1874

«Berchtoldstag»

Der zweite Januar «Berchtoldstag» hat ebenso sehr unterschiedliche Bedeutungen. Der Tag hat jedenfalls nichts mit einem heiligen Berchtold zu tun. Wie es sich und ob es sich dabei um die Sagengestallt Frau Perchta oder Frau Percht, verhält kann nicht schlüssig beantwortet werden. Sie ist aus einem zusammenwirken germanischer, keltischer und slawischen Mythologie entstanden, die sich in verschiedener Weise findet, so auch der nordischen GöttinFrigg. Eine Besondere bemerkenswerte Deutung findet sich m Schweizerischen Idiotikon (Bd. IV Sp. 1538) wird erwogen, das Wort zur burgundischen Königin Berta zu ziehen, die in der Westschweiz vielfach als Kirchengründerin gilt; der schweizerische Berchtoldstag stünde damit in der Nachfolge zu Epiphanie (6. Januar). Sie war eine bemerkenswerte Herrscherin die das Land pflegte und förderte und passt in die Symbolik von Frau Percht.

Wer nun von den edlen Frauen sich mit ihrem Gefolge, sich in den Winterimpressionen auf dem Mannenberg eingefunden hat - Frau Percht oder Berta von Burgund, lassen wir offen.Der „Bärzelitag“ oder „Bä(r)chtelistag“ leitet sich nicht etwa von einer Form „Berchtoldstag“ ab; vielmehr ist „Berchtoldstag“ die Umdeutung des verdunkelten Erstglieds: „berchten“ oder „berchtelen“ hiess früher „heischen, verkleidet umziehen, schmausen“ und beschrieb die Tätigkeiten an dem schon im frühen 15. Jahrhundert erwähnten „Berchtentag“, dem 2. Januar.Nun wird es etwas komplizierter: „Brecht“ könnte aber auch eine althochdeutsche Übersetzung vom griechischen „Epiphanias“ sein, da beide Ausdrücke mit dem Begriff „Glanz“ in Verbindung stehen. Die „Perchta“ steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Bärzeli, so kann „perchtelen“ als „die Perchta spielen, heischen“ aufgefasst werden. „Perchten“ sind – wie die Hallwiler „Bärzeli“ – dämonenhafte Maskengestalten, die um diese Jahreszeit auftreten und den Namen dem Tag ihres Erscheinens zu verdanken haben. Nun wünsche ich allen bis zur «Lichtmess» eine gute Zeit.

 image3 1

« Lichtmisse, weil man ab diesem Tag das Licht im Hause missen oder wieder entbehren kann».  An Lichtmess endete die Weihnachtszeit,  die Spinnstube wurde  geschlossen. Wechselten die Dienstboten ihre Arbeitgeber nahmen sie ein paar Tage Urlaub bis Agatha oder Aschermittwoch.  An dem an Lichtmess herrschenden Wetter schloss man auf die zu erwartenden Ernteerträge (Langfristprognose). Die Wettermeinungen gingen jedoch auseinander: nach der einen bedeutet ein windstiller, sonniger Tag und Tauwetter ein schlechtes Jahr, nach einer anderen heißt es "Lichtmess hell und klar bringt viel Korn und Flachs im Jahr."

Festgrafik mit Datum

Das Mittelalterfest am Mannenberg naht!

Lassen Sie sich vom Mittelalter verzaubern.

Bald wird der Mannenberg zum mittelalterlichen Leben erweckt.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und das Festprogramm nimmt langsam Gestalt an.

Begegnen Sie kampflustigen Rittern, handelsfreudigen Marktleuten, heiteren Spielleuten, einem

richtigen Falkner und vielem mehr.

Ein wahres Spektakel für Gross und Klein!

Auch die 5./6. Klasse B der Schule Lenk macht mit ihrem Theaterstück «Jaromir bei den Rittern»

Halt am Mittelalterfest Burg Mannenberg. Die Aufführung, geleitet von Kari Deubelbeiss, findet am

Freitagabend des Festwochenendes statt. Verpassen Sie diese einmalige Gelegenheit nicht.

 

Das Festgelände befindet sich am Fusse des Mannenbergs, beim alten Schulhaus.

Hier ein erster Einblick in das vollbepackte Wochenende:

 

Festprogramm

 

Freitag, 21. Juni 2019

Zeit

Was

16.00 Uhr

Eröffnung Mittelaltermarkt

16.30 Uhr

Tafelmusik Blockflöten-Ensemble der Schule Zweisimmen

17.30 Uhr

Tafelmusik Blockflöten-Ensemble der Schule Zweisimmen

18.00 Uhr

Schwertkampf

 19.00 Uhr

Theaterstück «Jaromir bei den Rittern» von der Schule Lenk.

Begleitet vom Blockflöten-Ensemble der Schule Zweisimmen.

20.45 Uhr

Tafelmusik Blockflöten-Ensemble der Schule Zweisimmen

21.00 Uhr

Mittelalterlicher Tanz

22.00 Uhr

Feuershow

bis in die Nacht

 

Festbetrieb im und ums Festzelt

 

Samstag, 22. Juni 2019

Zeit

Was

10.00 Uhr

Eröffnung Mittelaltermarkt

10.15 Uhr

Mittelalterliche Waffenpräsentation

11.00 Uhr

Falkner

11.30 Uhr

Rundgang über den Mannenberg (Archäologischer Dienst Kanton Bern)

Mittagspause

13.00 Uhr

Schwertkampf

14.00 Uhr

Rundgang über den Mannenberg (Archäologischer Dienst Kanton Bern)

15.00 Uhr

Falkner

15.30 Uhr

Mittelalterlicher Tanz

16.00 Uhr

Rundgang über den Mannenberg (Archäologischer Dienst Kanton Bern)

17.00 Uhr

Mittelalterliche Waffenpräsentation

18.00 Uhr

Schwertkampf

20.00 Uhr  

Mittelalterlicher Tanz

21.00 Uhr

Livekonzert Saitenstreich

22.00 Uhr

Feuershow

bis in die Nacht

 

Festbetrieb im und ums Festzelt

 

Sonntag, 23. Juni 2019

Zeit

Was

08.30 Uhr

Mittelalterlicher Gottesdienst

ab 09.30 Uhr

Ritterbrunch

 

Der Mittelalterverein Bern wird inmitten des Festgeländes ein grosses Heerlager erstellen.

 

Das Festkomitee freut sich auf Ihren Besuch!

logo2

Höret! Höret!

Stolz verkünden wir euch, dass vom 21. - 23. Juni 2019 (also im nächsten Jahr!) ein

grosses Fest auf dem Mannenberg stattfinden wird. Wir sind emsig daran, ein

spektakuläres Programm zusammenzustellen. Von mittelalterlicher Musik über

Schausteller bis hin zu einem Mittelaltermarkt wird alles zu bestaunen sein.

 

Wir werden laufend weiter informieren. Bleibt also dran!

Freundlich grüsst der Verein Burg Mannenberg

Logo

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Informationen




Login   I   CMS Joomla Webdesign by Webhand